— 287 PAR. LXXXV. —
LXXXV. Wenn ich gleich in Ansehung
der Geister, oder der vernünftigen Seelen finde,
daß sich meine Grundsätze auf alle lebendige
Geschöpfe gleich gut anwenden lassen, das
heißt, daß das Thier und die Seele nicht anders
als mit der Welt anfangen und nur mit
derselben aufhören zu seyn – so ist doch dieß
besondere bey den vernünftigen Thieren daß
ihre Saamenthierschen, als solche, blos gewöhnliche
oder blos empfindungsfähige Seelen
haben, allein bey denen, die gleichsam erwählet
sind und durch den Weg der würklichen
Konception die Menschliche Natur erhalten,
erheben sich die blos empfindungfähigen
Seelen zu der Höhe der Vernunft und
zu dem Vorrecht der Geister.
Leibniz Mon75 287 §LXXXV.